Vladislav Karba absolvierte die Forstschule und das ganze Leben lang widmete er sich der Malerei. Láïa, wie ihn alle nannten, war der Gratzener Landschaftsmaler und gehörte gewiss zu den interessantesten Originalen in der Stadt. Obwohl er nur mit einem Auge sehen konnte, atmeten seine Bilder, insbesondere seine Aquarelle, den genius loci, vermitteln einen starken räumlichen Eindruck und bildeten treu sowohl bekannte als auch weniger bekannte Winkel der Gratzener Landschaft ab, die er sehr liebte. Er träumte davon, dass er durch die Darstellungen seiner Heimatlandschaft einmal berühmt werden würde. Sein tragischer Tod an der Jahreswende 1998/99 beendete jedoch seine Pläne und Träume abrupt. Den vergänglichen Ruhm hat er zu Lebzeiten nicht genießen können. Die große Anzahl seiner Bilder in den Gratzener Haushalten bezeugt jedoch, dass ihm der ungeschriebene Titel „der Gratzener Maler” mit Recht zusteht.


Vladislav Karba: Theresiental (1994)