Er wurde am 11. Juni 1837 in Gratzen geboren. Sein Vater Wenzel Teichl wurde der „Burggraf“ genannt. Die Familie Teichl war eng mit der gräflichen Familie verbunden, seine Vorfahren kamen mit ihr aus Württemberg und standen seit dem Jahre 1750 ununterbrochen in Buquoy’schen Diensten.
Als Schlossarchivar und Begründer der öffentlichen Gratzener Bibliothek arbeitete er unermüdlich für die Verbreitung humanistischer Bildung und des Wissens über die Ortsgeschichte. Er hinterließ drei umfangreiche Arbeiten über die Geschichte der Stadt und der Herrschaft Gratzen – „Geschichte der Stadt Gratzen“, „Beiträge zur Geschichte der Stadt Gratzen“ und schließlich die „Geschichte der Herrschaft Gratzen". Beim Schreiben dieser historischen Werke stand er in engem Kontakt mit bedeutenden tschechischen Historikern und Archivaren, vor allem mit Professor August Sedláèek und mit Franz Mareš, dem Vorstand des gräflich Schwarzenbergischen Archivs in Wittingau (Tøeboò).
Anton Teichl starb am 24. Januar 1913 in Gratzen nach fast 60 jähriger Tätigkeit als Gutsverwalter, als Träger des Goldenen Verdienstkreuzes mit Krone und der Ehrenjubiläumsmedaille. Er war Ehrenbürger der Stadt, örtlicher Schulinspektor, Vorsitzender des örtlichen Sparkassenausschusses, Mitglied des Bezirksausschusses in Gratzen und Kaplitz, Ehrenkommandant des Feuerwehrvereins sowie auch Begründer und Ehrenmitglied weiterer Vereine gewesen.
Bereits aus der Aufzählung seiner Aktivitäten ist klar, dass es sich um eine bemerkenswerte Persönlichkeit handelte, die einen großen Beitrag zur Entwicklung von Stadt und Herrschaft leistete. Deshalb wird es niemanden überraschen, dass seine Bestattung drei Tage nach seinem Ableben ein wichtiges Ereignis wurde, bei welchem neben vielen BewohnerInnen der Stadt und der Umgebung auch zahlreiche Kirchenvertreter, Graf Karel Buquoy und die Hofbeamten anwesend waren.
Das Grab von Anton Teichl befindet sich auf dem Stadtfriedhof.
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